Singledasein
von Joanna Lisiak
Alles wartet, auf mein Wiederkommen harrt;
der Mantel im Schrank, die Seife im Bad,
mein Postfach.
Die Schuhe öffnen sich jetzt schon in Hoffnung.
Das Sofa lädt leise mich ein.
Aus dem Kühlfach singt’s
meinem fehlenden Hunger entgegen.
Atemlos selbst der Eimer –
ersehnt sich eine Bewegung.
In den Zimmern sie rascheln, sanft zucken
– lauern –
in die Stille der Abwesenheit meiner.
So warten sie zu, Stunde um Stunde
die Hebel und Knöpfe, die Hähne und Klinken
- umsonst –
Meine Hände und Füsse – auswärts.
Einem Gaukelspiel hat meine Seele sich
heute verkauft.
Ich halte für wahr, dass tatsächlich
- ein Mensch wartet -
dort draussen auf mich.
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